event: Folge 4 ZUG ZUM UNTEREN
datum: Donnerstag, den 04. März 2010
Uhrzeit: ab 19:00 Uhr
Kurzbeschreibung: Einzelausstellung mit Johannes Hartmann
Location: Weltraum, Rumfordstrasse 26
Beschreibung:

BASIC RESEARCH _ beobachtungen höherer art
Folge 1 DIE VERWANDLUNG DES TRAUMES _ hohes C
Folge 2 DER SINN DES FRAGMENTS the advanced body
Folge 3 DAS ENTFESSELTE CHAOS –
St. Helena, die Welt in der Welt in der Welt in der Welt
Folge 4 ZUG ZUM UNTEREN - Einzelausstellung mit Johannes Hartmann
Eröffnung: Do 04.03.2010, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 05.02.-13.03.2010
Zeit: Mo bis Sa 17.00 bis 20.00 Uhr
Opening: Thursday, 4th March 2010, at 7 p.m.
Duration: 5th – 13th March 2010, visiting time: 5 p.m. –
8. p.m.
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Johannes Hartmanns Arbeiten gehen im Laufe der Ausstellung ihrem Zerfall entgegen. Am Ende bleibt von ihnen nichts als die Spur einer Erinnerung. Bis heute tragen wir an die Kunst und speziell an die Skulptur die (unbewusste?) Erwartung heran, dass sie unser Leben überdauert. Das macht sie für eine in Stein gemeißelte Kultur oder als intergenerative Kapitalanlage so interessant. In unserer Erwartung schwingt sogar eine magische Beschwörung mit, dass Kunst über den Tod hinaus ins ewige Leben reicht. Diese Erwartungen enttäuscht Hartmann radikal. In seinen Arbeiten kommen wir dem Zerfall näher, als uns das lieb sein kann. Instinktiv möchten wir seine Arbeiten vor dem Niedergang retten, als ginge es um unseren eigenen. Gelingt es uns loszulassen?
Hartmann arbeitet konkret auf den Raum bezogen, im WELTRAUM konzentriert er sich in seiner jetzigen Ausstellung auf Fenster und Eingangstür in getrennten Räumen. Als Vorlagen wählte er zwei Gemälde aus der Kunstgeschichte: F. Hodlers Der Jena Student und C.D. Friedrichs Frau am Fenster für die beiden lebensgroßen Reliefs aus. In den drei dimensionalen Nachbildungen greift er nur die Personen, Mann und Frau, aus den Vorlagen heraus. Der feuchte Ton auf den Verschalungsbrettern erinnert unmittelbar an den Schaffensprozess. Bis die Reliefs trocknen, bröckeln, zerbersten, werden nur wenige Tage vergehen und im Zerfallen findet die Arbeit ihre Vollendung.
Johannes Hartmann ist 1977 geboren, er lebt und arbeitet in München. Seine letzte wichtigste Ausstell ung war im Kunstverein Baden-Baden 2007. Weitere Informationen unter: www.artline.org
* initiated by the artists: Nghia Nuyen (program); Christina Maria Pfeifer (text)