event: Exit (Ausgang) – ein begehbares Sprachgehäuse
Datum: Donnerstag, 06. Mai 2010
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Kurzbeschreibung: Ausstellungseröffnung
Location: Lothringerstrasse 13/Laden
Beschreibung:

Exit (Ausgang) – ein begehbares Sprachgehäuse
mit Quirin Empl, Isabel Herling, Theater Howei, Tim Kuhn, Mahooney, Nele Müller, Franziska Wicke
Vernissage am Donnerstag, 06. Mai 2010, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 07. Mai 2010 bis 05. Juni 2010 | Do, Fr, Sa 16 – 19 Uhr
Konzept: Sara Schüller
SIE
Sie ist immateriell
materialisiert sich
ist unsere Brille unser Zugriff auf Welt
Sie formt die Welt Sie bildet unsere Gedanken
Sie spinnt sich von Signifikat zu Signifikant
Sie ist Zeichen und schreibt die Bedeutung
Sie ist Form und Inhalt Sie ist Gebärde und Ausdruck
Sie hat undenkbar viele Herkünfte Sie spricht im Namen aller
Sie wird missbraucht
Sie missbraucht
Sie war angeblich einmal eins noch vor dem Turmbau
Sie ist politisch philosophisch psychologisch mathematisch physisch poetisch wirr klar nüchtern
Sie hat so viele Gesichter wie es Menschen Tiere Pflanzen gibt
ist vielseitig vielschichtig durchsichtig ungreifbar angreifbar angreifend
Sie hat einen roten Faden oder eine blaue Blume
Sie verlässt dich wenn du errötest sie kommt wieder wenn du dir ein Herz fasst
Sie ist unser Treibgut Hab und Gut.
EXIT (Ausgang) –
Ein begehbares Sprachgehäuse macht sichtbar, was schon immer klar gewesen sein könnte: dass jedes Werk eine Geschichte erzählt. Sei es diejenige, die die Autorin ihr mitgibt, sei es diejenige, die vor unserem inneren Auge entsteht, wenn wir die Arbeit rezipieren. Form und Inhalt gehen dabei Hand in Hand: Alle ausstellenden bildenden Künstler arbeiten mit Sprache und Sprachstörungen, sind von diesen inspiriert, die Exponate von Sprache durchdrungen. So fächert sich das große Spektrum der Frage auf: wie kann Sprache haptisch erlebbar gemacht werden?
Welche Prozesse die Arbeit am Material Sprache benötigt und ermöglicht, dieser Frage gehen die sieben Abendveranstaltungen nach: Das Sprachgehäuse streckt die Fühler aus und sondiert vom Romanmanuskript über Livehörspiel bis hin zur Lectureperformance die Facetten künstlerisch-experimentellen-literarischen Schaffens. Die SprachkünstlerInnen laden uns ein, Expeditionen rund um ihre Wortgebilde zu unternehmen und geben so Einblicke in Arbeits- und Produktionsweisen abseits vom käuflichen Mainstream.
Eine einmalige Wörtersafari.
apollo13:
Eva Seiler
dorado scope
07.05.- 05.06. 2010
Eröffnung:
Do, 06.05.2010, 19 Uhr
Von außen jederzeit einsehbar.
Dorado in Anlehnung den Sehnsuchts-/Sagenort El Dorado, findet aber auch Verwendung als Produktname für Fertighäuser oder Traktoren. Scope hat mehrere Bedeutungen; Cinemascope bezeichnet beim Film eine Technik, die das Negativbild staucht.
Veranstaltungen
Do, 06. Mai 2010, 19 Uhr
Eröffnung: Mit etwas Glück sind Sie dabei
Sa, 08. Mai 2010, 19 Uhr
Teile: Die Autorin Nora Wicke liest aus ihrem Romanmanuskript
Di, 11. Mai 2010, 19 Uhr
Queens of tape: Drei Lyrikerinnen präsentieren ihre Texte in einer experimentellen Lesung begleitet von Livemusikern
Fr, 14. Mai 2010, 19 Uhr
Im Süden beginnt die Stadt: Die Musikerin Marlen Pelny spielt und gibt Einblicke in die Arbeit als Texte- und Musikproduzentin
Fr, 28. Mai 2010, 19 Uhr
Das große Sprachessen: Ein 3-Gänge-Menü unter Anleitung der Künstlerin Sophia Süßmilch – Unkostenbeitrag 15 Euro. Die ersten 15 Besucher nehmen teil.
Di, 01. Juni 2010, 19 Uhr
listen to your heart: Eine Reise ins Herz des Hörspiels
Do, 03. Juni 2010, 19 Uhr
Lecture (as) performance: Teil 1: Martin Heideggers Auf-der-Bühne-Sein; Teil 2 : Anfangen zu sprechen, sagt Hannah Arendt: Kulturwissenschaftlerin Corinne Maier lotet mit ihrer lecture-performance Grenzen zwischen (Kunst-)theorie und Praxis
Sa, 05. Juni 2010, 19 Uhr
C´est fini : Katharina die Große legt Musik mit Wortüberhang auf (Finissage)