event: Razzle Dazzle @ Puerto Giesing
datum: Freitag, 06.August 2010
Uhrzeit: ab 21:00 Uhr
Kurzbeschreibung: Razzle Dazzle: Mosh Mosh und Tom Wu + FAVORIT BAR präsentiert Dawn of the Dead (1. OG Casino)
Location: Puerto Giesing
Beschreibung:

RAZZLE DAZZLE
FAVORIT BAR präs.
Dawn of the Dead
+
MOSH MOSH live!
+ TOM WU livedebut!
21 Uhr
Filmlecture Special: Dawn of the Dead
Vortrag von Hias Wrba
Wie kommt der Zombie ins Kaufhaus?
Die Mythologie der Zombies vom alten Haiti bis zum Kino von heute. Über Sklaverei und Kolonialismus; über Xenophobie, den Kalten Krieg und die Festung Europa; über die Kritik am Kaufhaus-Consumerism.
ab 23h LIVE!
Tom Wu & Mosh Mosh
und danach Favorit Party
Mitwirkende: Hias Wrba, Favorit DJs
Installation der Künstler Markus Hintertür und Nick Bötticher
Mosh Mosh aka Isabel Reiß und Viola Thiele leben in Zürich und Berlin und machen elektronische Musik. Ihre Debut EP mit dem schlichten Titel “Mosh Mosh” erschien auf dem Münchner Label Echokammer. Mosh Moshs Musik sind krachige Bassdrums und schwere Basslinien. Treibende Beats wechseln sich ab mit dubbigen Stücken und Ragga-Anleihen. Reiss und Thiele arbeiten mit Musikern und Musikerinnen wie Zombie Nation, Catriona Shaw a.k.a Miss le Bomb, Hiltmeyer, Heidi Mortenson und Joe Masi zusammen. Die beiden bezeichnen sich selbst als divenhaftes Duo. Tatsächlich könnte man sie zu Beginn ihrer Bühnenshow mit zwei feinen Damen verwechseln, die unterwegs sind zu einem Gala Dinner. Allerdings bleibt am Ende der Konzerte von diesem Eindruck nicht mehr viel übrig. Denn im Eifer des Gefechts sind sich die Diven weder zum Stagediven noch für exstatische “Bühnenakrobatik” zu schade. Im ramponierten Zustand scheinen sich die beiden Ladies am wohlsten zu fühlen – immer fleissig, die Codes der Damenhaftigkeit neu zu definieren. “Junkies in Bikinis gonna get you, flowers in bikinis gonna rape you, ladies in bikinies gonna kill you!” – Die perfiden, absurden und agitatorischen Texte werden mit Riot-Grrrl-Chören, Sprechgesang oder lieblichen Hauchstimmen intoniert, oft getragen von süssen Melodien, die auf altertümlichen Synthesizern gespielt scheinen. Auch die Welt der Tiere scheint es Mosh Mosh angetan zu haben: Neben zwei Liedern über Ponies (das eine ein queeres Pony, das andere trägt goldene Perlen in der Schweifdauerwelle) gibt es da auch einen Song über Otter. Und selbst in ihre Coverversion von “Welcome to the Jungle” hat sich ein wiehernder Vierbeiner eingeschlichen. Mosh Mosh, die zwei Glam-Diven lassen Guns N’ Roses blöde aus den Stretch-Jeans gucken und zeigen, dass Riot Girrrlism nicht tot, sondern vielfältig wie nie ist.
TOM WU ist momentan einer der meistbeschäftigten Schlagzeuger Münchens. Seit Jahren member of Kamerakino, ist er Gründungsmitglied von The Lazy, die ihr Debutalbum auf dem japanischen Label Sausage Records in die Welt geschleudert haben. Darüber hinaus spielte er mit Hans Platzgumer bei Convertible und aktuell bei Shinto, nicht zu vergessen Apparat Hase und Parasyte Woman, Piko Bello’s Hollywood Hotel sowie die Dizzy Errol Liveband.
Seine zweite Liebe gilt der Ukulele, die er ua bei Das Weiße Pferd zum Klingen bringt.
Heute präsentiert sich Tom Wu nun von seiner ganz persönlichen Seite, angeblich begegnet uns ein ausgeschlafener Jazzrock im Rundumschlag, aber Tom Wu ist unberechenbar und so bildet schon die Wartezeit bis zum Augenblick der Wahrheit einen steifen Spannungsbogen.