Die Grammatik des Buches

event: Die Grammatik des Buches
datum:  Eröffnung 14.10 / Ausstellungsdauer: 15. Oktober 2010 – 12. November 2010
Uhrzeit: Dienstag–Freitag, 15.00–18.30 Uhr
Kurzbeschreibung: Die Grammatik des Buches
Location: Verein für Original–Radierung München e.V., Ludwigstr. 7

Beschreibung:

Die Grammatik des Buches

Die Grammatik des Buches

„Die Grammatik des Buches“ ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem sich Künstlerinnen und Künstler mit dem Medium (Künstler-)Buch auseinandersetzen. Dabei wird das Buch als Instrument der Wissensvermittlung, als Objekt des Marktes und als Gegenstand künstlerischer Kommunikation begriffen. „Die Grammatik des Buches“ bezieht sich damit auch auf München als wichtigen Standort der Verlagsbranche und Zentren akademischer Kultur.
Das Projekt „Die Grammatik des Buches“ widmet sich mit drei Ausstellungsformaten der facettenreichen Auseinandersetzung von Künstlern mit dem Medium Buch. Den ersten Schwerpunkt bildet der Verein für Original-Radierung, der zu einem Archiv gegenwärtiger Künstlerbuchproduktion wird. In der vom Münchner Bildhauer Martin Wöhrl eigens für die Ausstellung entwickelten „Temporären Präsenzbibliothek“ wird eine Auswahl an Künstlerbüchern und Kleine-Auflagepublikationen präsentiert. Sie ermöglicht dem Besucher den unmittelbaren Kontakt mit dem Medium Buch in seinen gegenwärtigen Erscheinungsformen.

Den zweiten Schwerpunkt bilden vier ortsspezifische künstlerische Interventionen in Antiquariaten in der Maxvorstadt und die Öffnung des Archivs künstlerische Bücher und mehr. Neben der künstlerischen Annäherung an den jeweiligen Ort, steht hier vor allem die Auseinandersetzung mit den fundamentalen Veränderungen in allen Bereichen des Buchmarktes (der Herstellung, der Distribution von Büchern, des Lesens) im Zentrum.

Eine mit internationalen Künstlern besetzte Ausstellung in der Artothek stellt den dritten Schwerpunkt des Projekts dar. Hinterfragt werden hier die imaginären und politischen Räume, die das Medium Buch als ein Instrument der Wissensvermittlung erschließt. Im Spannungsfeld zwischen Macht und Machtlosigkeit setzen sich die Arbeiten der Künstler Albert Coers, Jean-Pascal Flavien / Julien Bismuth, Loek Grootjans und Jovana Popic mit dem Verschwinden des Buches und den damit verbundenen Werte- und Wissenssystemen auseinander.

Das Ausstellungsprojekt „Die Grammatik des Buches“ ist an der Schnittstelle unterschiedlicher Disziplinen verortetet. Es repräsentiert eine Auseinandersetzung mit dem Thema Buch in seinen Rollen als Instrument der Wissensvermittlung, als Objekt des Marktes und als Gegenstand künstlerischer Kommunikation. Viele der künstlerischen Arbeiten befassen sich mit den strukturellen Bedingungen von Wissensproduktion. Die Ausstellung verweist außerdem auf die zunehmende Produktion von Büchern, die in Kleinstauflage – und mit klassischen Drucktechniken, wie etwa Holzschnitt und Radierung – hergestellt werden. Nicht zuletzt wird die Bedeutung neu eingeführter Technologien und der damit ausgelösten Veränderungen hinterfragt. Das Projekt „Die Grammatik des Buches“ hat den Anspruch, die Ursprünge und historischen Manifestationen des Buchdrucks im Kontext aktueller Fragestellungen und gesellschaftlicher Diskurse zu denken.

Nach einer Idee von Wolfgang Ellenrieder & Anna Schneider
Kuratiert von Anna Schneider.
Unterstützt von den Kuratorinnen Clara Meister (Intervention III) und Heike Ander (Intervention IV)

Eröffnung im Radierverein:
14.10.2010, 19.00–21.00 Uhr

Ausstellungsdauer:
15.10.–12.11.2010

Öffnungszeiten:
Dienstag–Freitag, 15.00–18.30 Uhr