event: [WORKSHOP] ZUR AUSSTELLUNG “VISUS VISERE”
datum: Sonntag, den 31. Juli 2011
Uhrzeit: 13:00 bis 18:00 Uhr
Kurzbeschreibung: [WORKSHOP] ZUR AUSSTELLUNG “VISUS VISERE”
Location: Kunstraum München, Holzstr. 10
Beschreibung:

Am Sonntag dem 31. Juli von 13 bis 18 Uhr findet im kunstraum muenchen ein Workshop zur aktuellen Ausstellung “Alexander Steig- VISUS VISERE” statt.
Leitung: Lena Griesbeck und Daniela Stöppel
Anmeldung per Email: info@kunstraum-muenchen.de
[Workshop] ist eine Veranstaltungsreihe des kunstraum muenchen, die sich ausgehend von der jeweils aktuellen Ausstellung mit zentralen Fragen der Gegenwartskunst befasst und zu deren kritischer Reflexion einlädt.
Der Workshop am 31. Juli widmet sich dem Ausstellungsprojekt VISUS VISERE, das der in Luxemburg lebende Künstler Alexander Steig speziell für den kunstraum konzipiert hat und in dem er sich mit dem Thema von Selbst- und Fremdbestimmung in einer zunehmend kontrollierten Gesellschaft befasst. Das Medium Video mit dem sogenannten Closed-Circuit-Verfahren, mit dem sich der Künstler seit 15 Jahren auseinandersetzt, findet hierbei einen signifikanten Einsatz im Installationszusammenhang. In seinen minimalistisch konzentrierten Videoinszenierungen reflektiert Steig nicht nur kritisch das Zustandekommen von Bildern, sondern thematisiert auch die Schaulust unserer Zeit.
Das Medium der Closed-Circuit Videoinstallation ist in der Kunstgeschichte spätestens seit den frühen 1970er Jahren durch Künstler wie Nam June Paik oder Bruce Naumann präsent, die den Fragen nach der Beschaffenheit der Wirklichkeit und der eigenen Identität nachgehen. Etwa zur selben Zeit finden sich Closed-Circuit-Installationen aber zunehmend auch im Alltag in Form von Überwachungskameras: in Kaufhäusern, Banken, U-Bahnen etc. Die öffentliche und private Sphäre unterliegt dabei immer mehr der Kontrolle und suggeriert durch die Überwachung trügerische Sicherheit, infiltriert aber zugleich die Privatsphäre. Alexander Steigs Installationen wirken in einem hochtechnisierten Zeitalter wie ein lakonischer Kommentar auf die Absurdität der massenhaften Datenspeicherung. Die Skepsis richtet sich gegen eine Bilderflut, die sich unserer Verfügbarkeit zwangsläufig entzieht, weil wir die Vielfalt an Informationen nicht mehr aufnehmen können. Dabei zielt Alexander Steig auf die Problematik eines Kontrollsystems, das seine Spannung aus der Dialektik von Erwartung und Enttäuschung bezieht.
Dialog und Diskussion sowie Kurzbeiträge der Referenten und Teilnehmer sollen in lockerer Arbeitsatmosphäre einen reflektierten Zugang zu aktuellen Ideen und Konzepten der Gegenwartskunst eröffnen.
Den Workshop leiten Lena Griesbeck und Daniela Stöppel. Lena Griesbeck ist Kunsthistorikerin und freie Mitarbeiterin im kunstraum muenchen. Daniela Stöppel ist Dozentin am Institut für Kunstgeschichte der LMU, Mitherausgeberin von RADAR und schreibt für Texte zur Kunst und Artforum International.
Anmeldung unter info@kunstraum-muenchen.de oder 089-54 37 99 00.
Maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen. Die Veranstaltung findet ab 5
Teilnehmer/innen statt.
[Workshop] befasst sich ausgehend von der jeweils aktuellen Ausstellung im kunstraum muenchen mit aktuellen Fragen der Gegenwartskunst
[Workshop] ist erfahrungs- und diskussionsorientiert
[Workshop] richtet sich an Studierende, Künstler und alle anderen
Personen, die sich intensiv und kritisch mit Fragen unserer
Gegenwartskultur auseinandersetzen möchten, aber nicht zwingend größere Vorkenntnisse besitzen
[Workshop] ist eine regelmäßige Veranstaltungsreihe des kunstraum muenchen
[Workshop] kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro und ist für Mitglieder des
kunstraum muenchen kostenlos. Kaffee und Kuchen inklusive.