ACE & TATE

Ace & Tate


ACE & TATE – Do. 12.07.

Ace & Tate Maxvorstadt Store Opening Party mit Julie Fleischer an den Decks

Als der Gründer Mark de Lange sein experimentelle Label Ace & Tate als „Uniqlo der Brillen“ be-zeichnete, schien er damit nicht nur zu meinen, dass er zeitloses Design zu einem erschwingli-chen Preis verfügbar machen wolle. Auch nachdrückliches Qualitätsbewusstsein sowie eine Affi-nität zu überzeugendem Customer Service wurde der Firmenphilosophie zugrunde gelegt.

Den wenigsten Brillenträgern ist geläufig, dass ein Großteil aller Gestelle, aus dem Naturprodukt Acetat gefertigt, hauptsächlich aus Baumwolle besteht. Das elastische, formbeständige und leich-te Material, das augenscheinlich Namensgeber für die niederländische Marke war, kann gefräst, gesägt, durch Wärme verformt, geschliffen und blank poliert werden, kann mattiert, schrill glän-zend und dezent transparent sein und verliert bei allem Wandel nicht seine Vielseitigkeit.

Zunächst funktionierte das Geschäft des Labels online, und erfuhr ob seiner Erschwinglichkeit eine immense Resonanz. Zusätzlich zum Online-Retail begann man zunächst, mit verschiedenen Concept Stores zu kooperieren, und dabei Läden zu selektieren, die genauso als Galerie funktio-nieren wie als Einzelhandel. Mittlerweile mit 30 Stores in 7 Ländern vertreten, ist immer noch das Gestaltungsmerkmal erkennbar, dass gerne mit verschiedenen Künstlern und Grafikern zusam-mengearbeitet wird. Sie haben sich der Prämisse verschrieben, Kunden mit den Brillen nicht nur grundsätzlich besser sehen zu lassen, sondern ihnen auch was wirklich Interessantes zu gucken zu geben.
Nachdem im ersten Münchner Store am Gärtnerplatz, gestaltet von Gabriel „Gabe“ Holzer, das Design von Weiss-Heiten inspiriert hatte, wird im neuen Flagship Store zwar zunächst eine Künst-lerkollaboration eingegangen, doch tut das der holländischen Experimentierfreude keinen Ab-bruch. Im Gegenteil, das Store Design der Schellingstraße wird sich intensiv mit organischen Ma-terialien befassen und greift das pittoreske, harmonische Farbspektrum der naturverbundenen Stadt auf: Sattes, moosiges Smaragdgrün und kühler, steiniger Grauton empfindet einen Spazier-gang durch die Isarauen nach; überbordende Pflanzen treffen auf junges Holz, Ledermöbel laden zum Verweilen ein.
Längst ist den Händlern klar, dass sich das ehemals altbackene Image der Kassenbrille von der Stange hin zu etwas gewandelt hat, das man eher als Accessoire bezeichnen würde. Mit den je-weiligen Fassungen möchte der Kunde experimentieren, sich als Mode leisten, aber als State-ment tragen dürfen. Weil bei Ace & Tate sowohl Design, als auch Manufaktur und Customer Ser-vice unter einen Dach passiert, ist das Label in der Lage, minimalistische wie klassische Trends unmittelbar aufzugreifen und abzuwägen.

Letztlich wollte Ace & Tate das herstellerische Geschwurbel um die Brillenmarken entmystifizieren und fragte sich lediglich, was es denn koste, etwas Eigenes zu produzieren. Etwas, das der Art Käufer gefällt, der sie selbst sind: vielseitig, kunstaffin, qualitätsbewusst, authentisch. Ein Label, das sein Handwerk kennt, und das Geschäft ernst nimmt. Dass dieses simple, nachhaltige Konzept aufgeht, stellen sie ab dem 3. Juli erneut in der Maxvorstadt unter Beweis.

Text: Sonja Steppan

WANN: Donnerstag, den 12. Juli 2018 ab 18 Uhr
WO: Schellingstraße 19
WEB: aceandtate.com