HAUS DER KUNST

Haus der Kunst


HAUS DER KUNST – Fr. 06.07.

Postkolonialismus: Latin American Women Artists (1960-1980). Symposium

Der globale Süden, Entwicklungs- und Schwellenländer, die „Dritte Welt“. Es gibt einige Begriffe, die, kulturell und wirtschaftlich“ ganze Regionen wertend einordnen und in sie in ein System der Relationen zwingen, dabei bleiben auch diese Begriffe nicht klar definiert und schaffen so Bedeutungsschirme, die keine Differenzierung zulassen. Bereits in den 1950er und in der darauffolgenden Entstehung der Blockfreien-Bewegung hat sich das Verständnis der „Dritten Welt“ verschoben: unter dem Begriff wurden kulturelle und wirtschaftliche Bedingungen sogenannter ‚unterentwickelter‘ Länder zusammengefasst, dies führte wiederum zu einer irrigen, homogenisierenden Auffassung von einer „Dritten Welt“. In einem eintägigen. Ein eintägiges Symposium widmet das Haus der Kunst am 6. Juli den Formen feministischer Kunstpraxis, die sich zwischen 1960 und 1980 in Mittel- und Südamerika entwickelt haben. Angestrebt wird eine Neubewertung der Vorstellung einer „Dritten Welt“ an – durch Erforschung von Ausstellungs-Historiografien sowie von künstlerischen und politischen Aktionen innerhalb des Feminismus.

Text: Quirin Brunnmeier – gallerytalk.net

WANN: Freitag, den 06. Juli 2018 ab 11 Uhr
WO: Haus der Kunst, Prinzregentenstrasse 1
WEB: hausderkunst.de